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Fachhochschule Düsseldorf
University of Applied Sciences


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Fachbereich Wirtschaft
Department of Business Studies

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Forschungsschwerpunkt Kommunikationsforschung

Web-Usability



Websites sind aus technischer Sicht nicht zuletzt aufgrund wachsender Zahlen von Breitband-Anschlüssen heute durch den zunehmenden Einsatz von Bewegtbild-Material wie Videos, Flash u.ä. geprägt.

 

Darüber hinaus haben Bewegtbilder aus psychologischer Sicht aufgrund des sog. Orientierungsreflexes einen hohen Aufmerksamkeitswert. Die Untersuchung von Videos mittels Eyetracking kann an diesem Nutzungsprozess anknüpfen.

 

Zunächst gelten für Eyetracking Untersuchungen von Video-Angeboten dieselben methodischen Anforderungen wie an andere Usability-Tests (Schweibenz & Thissen 2003, 76). Neben der reinen, quantitativen Blickregistrierungsanalyse sollten im Anschluss auch qualitative Daten (mittels Befragungen oder Posttest-Fragebögen) erhoben werden, um die jeweilige Wirkung gestützt oder ungestützt ermitteln zu können.

 

Von einem Methodenmix (Erhebung qualitativer und quantitativer Daten) während des Eyetrackings sollte möglichst abgesehen werden (Arndt 2006, 257). Qualitative Daten sollten bei Eyetracking-Untersuchungen möglichst ex-post erhoben werden, denn periaktionale Evaluationsverfahren wie die klassische Methode des Lauten Denkens induzieren eine verzerrende Wirkung auf die Blickdaten. Der kognitive Aufwand dieser Methode behindert das natürliche Nutzungsverhalten von Web-Angeboten (Arndt 2006, 257). Alternativ könnte die postaktionale Methode des Lauten Denkens (auch Retrospective Testing genannt) angewendet werden.

 

(Vgl. zur weiteren Lektüre Pagel, Sven; Goldstein, Sebastian; Jürgens, Alexander (2008): Erste methodische Erkenntnisse zur Usability-Analyse von Video-Inhalten auf Websites mittels Eyetracking. In: Brau, Henning; Diefenbach, Sarah; Hassenzahl, Marc; Koller, Franz; Peissner, Matthias; Röse, Kerstin (Hrsg.): Usability Professionals 2008, ISBN 978-3-8167-7769-4, Stuttgart 2008, S. 177-181.)


Übersicht



Anwendungsfelder

 

Im Rahmen der Web-Usability-Analyse werden sowohl Erkenntnisse zu Prototypen von Websites als auch zu bestehenden Projekten zur Verbesserung der Usability gewonnen.

 

Methodik

 

Im Rahmen der Web-Usability-Analyse wird sowohl auf expertenorientierte Verfahren wir Heuristische Evaluation und cognitiv-walk-through, als auch auf benutzorientierte Verfahren wir Card Sorting, Befragung und Eyetracking zurückgegriffen. Ein wichtiges Forschungsfeld stellt auch die Usability von Websites auf mobilen Endgeräte dar.

 

Projekte

 

     

2010 Usability-Analyse eines Tourismus-Portals (Usability-Analyse des Tourismus-Portals fejo.dk)

 

2010 Usability-Studie zur Mediabox (Usability-Studie zur Mediabox von www.sportschau.de im Vergleich zu Konkurrenz-Angeboten)

 

2010 Onlineportal für ältere Experten mit technischer Berufserfahrung (B2B-Kommunikationskonzept eines Onlineportals für ältere Experten im Ruhestand mit technischer Berufserfahrung)

 

2010 Usability-Test des Deutsche Welle Media­Center Klickdummy

 

     

2009 Endkundenkommunikation im Multimediamarketing (Endkundenkommunikation im Multimediamarketing für das Weinportal Avec Plaisir)

 

2009 B2B-Kommunikation im Multimediamarketing (B2B-Kommunikation / Firmenkundenkommunikation im Multimediamarketing am Beispiel von Managed Workplace as a Service)

 

2009 Usability-Analyse von Prozessmodellierungsmethoden

 

2009 Konzept zur Inhaltedistribution von Online-Inhalten des Hessischen Rundfunks für Junge Zielgruppen

 

2009 Usability-Analyse einer Fashion-Community (Usability-Analyse der Fashion-Community styleranking.de mittels Eyetracking)

 

2009 Thesis Bild Mobil

     

 

2008/2009 Usability-Analyse von styleranking.de

 

2008 Web-Usability-Analyse als Vergleich von mobiler und stationärer Nutzung am Beispiel von sozialen Communitys

 

2008 Analyse der Website Lilipuz.de im Multimethoden-Design

 

2007 / 2008 Konzeptionelle Beratung für Microsites Lübbe

 

2007 / 2008 Experten Evaluation einer Job-Börse

 

2007 Web-Usability-Analyse einer Wein-Kenner-Community


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Video: Eyetracking Beispiel mobile Usability (2008)

 

Quelle: Jürgens, Alexander, unveröffentlichte Master-Thesis, Vergleichende Web-Usability-Analyse auf mobilen und stationären Endgeräten am Beispiel von sozialen Communities, Fachhochschule Düsseldorf, 2008